Klappe die Erste

 

Im Februar diesen Jahres habe ich beschlossen, meinem Bruder zum Geburtstag eine Filmklappe zu bauen. Nachdem ich online keine Anleitung gefunden habe die mir gefallen hat, habe ich beschlossen, mir eine eigene zu machen.

 

Als Erstes habe ich mir einen Plan gemacht und folgende Teile aus einer 5mm dicken Sperrholzplatte ausgesägt:

Dann habe ich Teil B an der linken (schrägen) Seite glatt geschliffen (da kommt man später schwerer hin wenn es zusammen geleimt ist).

Als Nächstes habe ich Teil B zwischen die beiden Teile A, und Teil D an der Oberkante zwischen die beiden Teile C geleimt und trocknen lassen. (Wärend dem Trocknen habe ich alles gut fest geklemmt.) So sah das Ganze von oben und von der Seite aus:

Die zwei neu entstandenen Teile habe ich solange zurecht gefeilt und geschliffen, bis sie perfekt aufeinander gepasst haben und sich das obere Teil gut auf und zu klappen ließ.

Als Gelenk habe ich im Baumarkt einen Schrankverbinder gekauft und mit einer Metallsäge kürzer gesägt. (Das hat ca. eine dreiviertel Stunde gedauert, mit einer Flex oder einem Dremel würde es sicher schneller und einfacher gehen, wenn man damit umgehen kann. Ich kann’s leider nicht.)

Alternativen für den Schrankverbinder wären eine Torbandschraube mit Mutter oder Hutmutter oder ein Schraubensatz für Alben, mehr Infos dazu stehen in der PDF Anleitung am Ende des Beitrags.

Nachdem das Gelenk endlich gekürzt war, habe ich die beiden Holzteile aufeinander gesteckt und ein passendes Loch ins Eck gebohrt.

(Hier waren die Teile dann schon lackiert.)

Zum Lackieren habe ich einen schwarzen Tafellack vom OBI verwendet, habe allerdings erst im Nachhinein gesehen, dass er sich nur mit Universalverdünner reinigen lässt, was wiederum bedeutet, dass man den Pinsel oder Roller nur mit Universalverdünner wieder sauber bekommt (was wesentlich umständlicher und stinkiger als mit Wasser ist). Alternativ könnte man eine Tafelfarbe verwenden, die sollte umgänglicher sein. Oder man kauft gleich einen billigen Schaumstoffroller und schmeißt ihn nach Verwendung weg. (So habe ich es letztendlich gemacht.)

Tipp: Die Wanne vor Verwendung mit Klarsicht- oder Alufolie auslegen. Nach dem Lackieren einfach wieder abmachen und die Wanne bleibt sauber ohne das man sie abwaschen muss. (Das ist besonders beim Tafellack zu empfehlen.) Den Roller, während der Lack auf der Klappe trocknet, ebenfalls mit Klarsichtfolie einwickeln, so trocknet er nicht ein und kann fürs 2te mal Lackieren oder für die Rückseite nach dem Trocknen der Vorderseite gleich weiter verwendet werden.

Als beide Teile auf allen Seiten schwarz (und gut durchgetrocknet) waren, habe ich oben Streifen abgeklebt und mit weißer Acrylfarbe aufgemalt. (Auf der anderen Seite ebenfalls.)
Ich habe insgesamt 3 Schichten gemalt damit das Weiß schön deckt und hervorsticht.

Zum Schluss habe ich die beiden Teile mit dem Gelenk verbunden und die Unterteilung mit einem Lackstift aufgemalt. Was alles drauf muss auf so eine Filmklappe findet man im Internet und kann natürlich je nach Wünschen und Bedürfnissen angepasst werden. Ich habe sie zudem nur auf eine Seite bemalt/beschrieben und die andere Seite schwarz gelassen damit diese Seite für Spaß-Projekte beliebig (mit Kreide oder Kreidestift) bemalt/beschrieben werden kann.

Fertig 🙂

Hier gibts die Anleitung als PDF zum runterladen: DIY Filmklappe

Bis bald in meinem nächsten Beitrag!

 

vor 3 Jahren