Chinatournee eines Orchesters

Das Orchester heißt Camerata Carnuntum . Es ist ein sehr engagiertes Laienorchester. Natürlich konnten nicht alle mitreisen, die fix immer dabei sind. So hat sich ein bunt gewürfeltes Trüppchen zusammengefunden. Bunt gewürfelt auch vom Alter her.

06.01.2018

Der letzte Tag. Es scheint die Sonne. Die Koffer sind gepackt, das Frühstück ist vorbei. Ein wenig Wehmut schleicht sich ein…. nur ein wenig. 19 Tage sind doch eine lange Zeit. Einige waren krank. So richtig krank mit hohem Fieber. Sie mussten Konzerte ausfallen lassen. Andere hatte es nicht ganz so stark erwischt. Sie haben gespielt obwohl sie vielleicht doch auch ins Bett gehört hätten. Die Stimmung war trotzdem immer positiv und meistens fröhlich. Das Essen war in Peking so, wir wir es vom Chinesen bei uns kennen. Doch immer wieder fanden einige bei McDonald und co. heimatliche Zuflucht. Kaffee kennen die Chinesen eigentlich nicht. Da half Starbucks. Jetzt in Jinan hat sich das Hotel bemüht, für unseren Geschmack zu kochen. Mit Erfolg!

Überhaupt ist Jinan – im Vergleich zu den anderen Städten – eine eher kleine Stadt. Sie hat nur 9mio. Einwohner. Und sie hat ein ur liebes Viertel, dass wir gleich zweimal besucht haben. Mit KatzenCafé! Auf dem größeren See haben wir eine kleine Rundfahrt mit einem Boot gemacht. Außerdem gab es immer wieder geschichtliche Informationen. Es war wie ein Museumsviertel.

Fotos werden folgen!

Der Konzertsaal war groß und dreimal gut besucht. Ich denke, es waren drei Neujahrskonzerte von drei verschiedenen Firmen gesponsert.

30.12.2017

Hatten wir ein Glück: wir fuhren doch erst um vier in der Früh zum Flughafen 😉 Und entgegen alle Befürchtungen konnte das Flugzeug auch planmäßig starten! Jetzt sind wir also in Shanghai. Wir bekamen Essensgeld – und fanden juhu! ein Irish Pub! Endlich wieder bekanntes Essen: Pommes, Burger, Cola! 😉 Überhaupt ist Shanghai deutlich westlicher angehaucht. Das fiel schon am Flughafen auf, wo es statt der in Asien sonst üblichen Hockeltoiletten ganz normale WC s zum Hinsetzen gab. Auch die Geschäfte und Lokalitäten rund um das Hotel “Wassim” herum sind eher europäisch… um 17h ist Abfahrt zum Konzert. Also heißt es jetzt zügig fertig machen… immerhin eine kurze Mittagspause war drin. Und das Abendessen wird zu Gunsten früherer Nachtruhe gestrichen.

29.12.2017

Angekommen im Lotus Hotel in Chongqing. Das Hotel ist wieder sehr fein! – leider verbringen wir allerdings die meiste Zeit woanders 😉

Um 12h gibt es Mittagessen.

Zum ersten Mal regnet es! Auch die Zugfahrt war total neblig. Und das Prozedere, bis wir endlich im Zug waren, kam fast den Kontrollen am Flughafen gleich! Das Gepäck wird gescannt, man selbst geht durch einen piepsenden Bogen und wird dann auch noch abgescannt.

Übrigens ist es beim Ubahn fahren auch so: zumindest die Tasche fährt durch den Scanner und man selbst wird beim Vorbeigehen genau gemustert.

Das Mittagessen war wohltuend europäisch angehaucht. Es lag außer den obligatorischen Essstäbchen sogar Besteck neben dem Teller! Ich gebe zu, es war sehr angenehm, mir bekannt schmeckendes zu essen!

Habe ich schon erwähnt, dass es noch Steigerungen der Abfahrtszeiten gibt und wir morgen das Hotel schon um 3.30h verlassen müssen? Aufgrund des zu erwartenden Nebels müssen wir besonders früh hier weg um pünktlich am Flughafen zu sein. Allerdings dort müssen wir – auch aufgrund des Nebels 😉 – mit längerer Wartezeit rechnen…

Ich denke, ich werde heute nach dem Konzert das Abendessen zu Gunsten etwas längeren Schlafes ausfallen lassen…

28.12.2017

Abfahrt schon um 8.00h bzw letztlich 8.20h, wieder eine längere Busfahrt von Bazhong nach Wanzhou.

14.20h beim Hilton. Sofort Mittagessen. Wieder super Zimmer!!!

Laaange Busfahrt wegen Nebel… (die erste Zeit durften wir nicht auf die Autobahn fahren, da diese gesperrt werden wenn es zu nebelig ist!) Also sind wir Landstraße gefahren – und konnten viel sehen. Z.B. Frauen, die ihre Wäsche wuschen…

16.35h rübergehen zum Konzerzsaal.

Es waren viele Kinder dort.

Wir haben gespielt und geprobt. Dann haben 2 Kinder etwas vorgespielt. Ein 11jähriger Geiger (sauschwer) und ein 9jähriger Bub, der auf einer Bambusflöte ein chinesisches Stück gespielt hat. Der war wunderbar!

Das Konzert war ok, es war wieder eingebettet in Reden… wir als Teil der Show, aber nicht so krass wie gestern.

Abendessen…. ab ins Bett denn morgen Früh um 5.30h fahren wir zum Bahnhof. Dann geht es mit dem Hochgeschwindigkeitszug zurück nach Chongqing.

Fotos folgen später! Sie lassen sich leider nicht hochladen hier in China…

27.12.2017

Längere Busfahrt von Luzhou nach Bazhong. Vienna International Hotel Mittagessen. Wenig Zeit da um vier zum Felton Gloria Grand Hotel zum Einspielen u Konzert. Unglaubliche Show 😉 Star war eindeutig Vincent unser junger Pianist! Und Veronika die Sängerin!

Abendessen im Vienna … super Hotel!

26.12.2017

Gestern hatten wir so unglaublich viele neue Sinneseindrücke, dass mir schlichtweg die Worte fehlten! Wir sind mit der Ubahn gefahren, sind dann am Rathaus vorbei und kilometerweit durch ein eher einfaches Viertel der Stadt Chongqing gegangen. Unbeschreiblich. Einfach unbeschreiblich…das Leben spielt sich auf der Straße ab. Mit uns so überhaupt nicht vergleichbar. Aber so überhaupt nicht! Füße werden massiert auf der Straße. Es wird gekocht, gegessen, es wird auch mit der Nähmaschine genäht auf der Straße! Es wird wieder verwertet, verarztet… . Alles einfachst! Aber überall sieht man Menschen, die die Straße kehren!
Ein Frisör, der in einem Raum arbeitet, der in unseren Augen gerade noch als Abstellkammer dienen würde. Dort werden die modernsten Haarschnitte geschnitten…
Überall wird gebaut. Und überall ist es unglaublich staubig (der Smog). In vielen Fenstern hängt die Wäsche.
Irgendwann waren wir dann mittagshungrig. Dann haben wir lange gesucht, bis Felix auf einem großen Hinweisschild einen Tisch mit Sesseln rundherum sah: und tatsächlich! Es war ein Chinarestaurant! Dort hat man sich über unseren Besuch sehr gefreut und wir wurden umgehend in ein Extrazimmer mit einem großen runden Tisch geführt. Bevor man isst, tut man (manchmal und hier war es so) erst einmal Schale, Teller, Löffel, Becher und Stäbchen quasi reinigen. Dazu leert man etwas von dem Wasser oder Tee, der auf der Drehe steht, in die Schale, schwenkt sie etwas hin und her, taucht die Spitzen der Stäbchen und den Löffel auch hinein. Dann leert man das Wasser/den Tee in die vorhandene Schüssel auf der Drehe.
Auf einem Tablet (ipad) war die Speisekarte…Natürlich ist es immer wieder sehr überraschend, was dann letztlich bestellt wurde 😉 Aber das Essen war sehr, sehr gut.

Überhaupt war der Besuch dort ein Erfolg. Wie wir später von Jing erfuhren, waren wir auf das Extrazimmer eingeladen worden, das eigentlich noch extra 50Yuan gekostet hätte. Trinkgeld gibt man keines! Es ist nahezu eine Beleidigung! Egal, was wir versucht haben (wir wussten es ja nicht besser), sie nehmen es nicht an! Ich weiß von einer anderen Mitreisenden, dass ihr das Trinkgeld verächtlich vor die Füße geschmissen wurde!

Karten kaufen für die U Bahn – ist gar nicht so einfach am Anfang! 😉

Unterwegs mit der UBahn:

Erste Eindrücke:

Leitungsverwirrungen:

Wegsuche:

Näherin in Chingqong
Alles verkommt – es wird sich wenig gekümmert um die Dinge…

Eindrücke…: Es wird genäht – Karten gespielt…. es wird gelebt mehr auf der Straße als in den Häusern.

 

24.12.2017

Heute ist schon Weihnachten. Aber den Chinesen ist das ja wurscht 😉 (und Flo und mir war es auch egal. Wollten wir doch eigentlich mal nix feiern.)

Gestern Abend durften wir in der Shenzhen Concert Hall spielen. Im Gegensatz zu vorgestern waren von den 1689 Plätzen doch ca. 1400 auch besetzt! Und es war ein wunderbares Publikum! Sie haben sich einfach ehrlich gefreut! Über alles! Auch wieder viele Kinder dabei! Schön angezogen! – Anschließend waren einige von uns noch in einem chinesischen Restaurant sehr gut chinesisch Essen. Es wurde vieeel gelacht… Das Hotel selbst war eher mies. Mies im Sinne von etwas verkommen – ein wenig schmuddelig…
Davor Probe – am Vormittag sind wir viel durch die Gegend gelaufen. Im Park waren chinesische Musiker… und es war zwar bedeckt aber warm.
Bambus!:

Heute Früh ging es dann mit dem Bus zum Flughafen Shenzhen. Die Kontrollen waren deutlich strenger! Flo hatte im großen Koffer ein Feuerzeug vergessen. Das haben sie gefunden. Er wurde beim Sicherheitscheck wieder zurück geschickt und musste es rausnehmen…
Der Flieger flog mit viel Verspätung. Und die Zeit haben wir Bläser genutzt um ein paar Weihnachtslieder zu spielen. Bis zum dritten sind wir gekommen. Dann kam ein sehr aufgeregter Beamter und wir mussten aufhören… und dabei hatten wir schon echt viele begeisterte Zuhörer!!!
Jetzt sind wir – nach gut zwei Stunden Flug und einer Stunde im Bus in Chongqing im “Hollidayinexpress” angekommen. Oh, und gleich gibt es Abendessen!

Unsere Berechtigung, uns in der Konzerthalle aufhalten zu dürfen 😉 :

In der Pause wurden Fotos gemacht 😉

Blick aus unserem Hotelzimmerfenster in Shenzhen:

Fröhliche Weihnachten nach Europa! 😉
Ein Lied, dass Emée uns mitgebracht hatte:

Es war ein fröhlich-besinnlicher Abend… (und nachdem Flo und ich nicht nach China geflogen waren um dort mit irgendwem Weihnachten zu feiern, haben wir uns eher im Hintergrund gehalten und die Feierei von Außen betrachtet. Aber es gab einige, denen eine schöne Feier sehr am Herzen lag. Die Agentur hatte dafür gesorgt, dass wir ein gutes Abendessen hatten – und wir durften dort im Speisesaal so lange bleiben wie wir wollten. Es wurde musiziert – jemand hat aus dem neuen Testament vorgelesen, viele haben gesungen – noch lange! Während wir uns gemütlich unterhalten haben…
Zum Glück können wir morgen ausschlafen! 😉

22.12.2017

Am Vormittag hatten wir frei! So haben sich einige von uns auf den Weg gemacht um eine bestimmte Einkaufsstraße zu finden. Doch gelandet sind wir letztlich in einem Zoo! Bei Sonnenschein und sicher 22° C ! Alles ist grün, die Rosen blühen, es gibt Palmen und viele andere Pflanzen und Bäume, die bei uns so nicht wachsen. Viel Vogelgezwitscher… und es war ruhig und ankommend entspannend.

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Am Nachmittag ging es dann zur Xinghai Concert Hall. Dort bekamen wir einen Pass umgehängt, damit wir frei raus und rein durften.

Es ist ein großer Konzertsaal!

Das Konzert selbst ging ganz gut. Das Publikum war irgendwie witzig. Und es wurde erzogen!: zum einen gab es bei den Garderoben ein Schild, auf dem hingewiesen wurde, dass Essen und Trinken während des Konzertes nicht erlaubt ist. Zum andern gab es einen Saalhüter, der wie ein Haftelmacher das Publikum beobachtet hat. Und wenn er gesehen hat, dass jemand mit dem Handy zugange war, dann wurde derjenige erbarmungslos mit dem roten Laserstrahl angefunkelt!

Anschließend gab es im Hotel wieder ein gemeinsames Abendessen. Und selbstredend kam niemand wirklich früh ins Bett…

21.12.2017

Es ist mittlerweile Abend. Wir sind unbeschadet in Guangzhou gelandet und wurden sehr lieb von der Agentur empfangen und mit dem Bus zum Ocean Hotel gebracht. Nun haben wir noch ein wenig Zeit, bis es um neun Abendessen gibt im dritten Stock.

Wer so wie ich noch nie so eine weite Reise gemacht hat, der kann sich vorstellen, wie endlos viele neue Eindrücke da waren! Angefangen mit dem Flieger von Istanbul nach Guangzhou! Der war nämlich deutlich größer, es hatten viel mehr Menschen Platz! Jeder hatte einen Bildschirm vor sich, mit verschiedensten Möglichkeiten: Film schauen, Fernsehen, aktuelle Route mit Angaben zu Höhe, Zeit und Geschwindigkeit… natürlich gab es auch Kopfhörer – natürlich für jeden! Und ein Polster und eine Decke – außerdem ein Sackerl mit Zahnbürste, Reisepatschen, Socken… es gab – eh auch am Weg nach Wien-Istanbul – ein Abendessen… dann allerdings kehrte Nachtruhe ein. Nachdem ich keine Armbanduhr mit habe, mein Handy sich im Flugmodus die aktuelle Zeit nicht holen kann, und ich auch nicht so schnell gesehen habe, dass ja am Bildschirm vor mir eh auch eine Uhrzeit drauf ist, verging die Zeit ziemlich zeitlos. Irgendwann war es dann einfach schon taghell (der Übergang wurde verschleiert, da die Rolläden vor den Fenstern zu gemacht werden mussten). Und es gab Etwa zwei Stunden vor der Ankunft ein Frühstück. Nur das es da ja dann schon – nach hiesiger Zeit – zwei Uhr Mittag war!

Und dann durften wir auch wieder raus schauen 😉 und es ist irre, wie groß Guangzhou ist! Wie viel Hochhaustürme es immer wieder gibt!

Am Flughafen verging dann noch einige Zeit, bis wir alle durch die Passkontrolle waren. Dann ein freundlicher Empfang durch die Agentur und …. mit dem Bus zum Hotel…

20.12.2017

Es ist sehr aufregend! Um 16h werden wir uns also am Flughafen Wien-Schwechat treffen….

17.12.2017

Heute war unsere letzte Probe, bevor es am Mittwoch auf die große Reise geht: